Mehrwertsteuerrechner

Im Sprachgebrauch werden Mehrwert- und Umsatzsteuer synonym verwendet, zumal die Steuersätze identisch sind. Besteuert wird damit generell der Konsum der Verbraucher. Eingeführt wurde die Umsatzsteuer in Deutschland im Jahr 1918, um Unternehmen zu besteuern. Da große Firmen aber Vorteile hatten, da sie sämtliche Herstellungsvorgänge selber abwickeln konnten und so keine separate Besteuerung zu leisten hatten, wurde die Mehrwertsteuer eingeführt. Letztlich reichen Unternehmen die Umsatzsteuer entlang der Wertschöpfungskette immer weiter, da sie durch die Vorsteuer in Abzug gebracht werden kann. Das endgültige Produkt, das der Verbraucher kauft, stellt für ihn einen Mehrwert dar, den er finanziell mit der Mehrwertsteuer zu bezahlen hat. Wenn man so will, dann mündet die Umsatzsteuer irgendwann in die Mehrwertsteuer, wenn ein Produkt über den Ladentisch geht. Übrigens erwirtschaftet die Umsatzsteuer 30 % des gesamten Steueraufkommens der Bundesrepublik, sie ist damit die wichtigste Einnahmequelle des Staates.
 


Mehrwertsteuersätze und deren Bedeutung

In Deutschland gelten zwei Steuersätze: ein voller Satz mit 19 % und ein ermäßigter mit 7 %. Die Wirtschaftsgüter, die mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz versehen sind, werden in einer Liste vom Bundesfinanzministerium auf mehr als 140 Seiten aufgezählt. Seit langem schon ist die Rede davon, diese Liste zu reformieren. Übrigens hilft im Lebensalltag schon ein Blick auf den Kassenbon, denn dort wird in der Regel für jedes Produkt angezeigt, welcher Mehrwertsteuersatz Anwendung findet. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Mehrwertsteuersätze recht gering. In Skandinavien beispielsweise liegt der Satz bei deutlich über 20 %, da durch das Steueraufkommen beispielsweise auch das Rentensystem stärker finanziert wird.

In Anlehnung an die oben angesprochene Wertschöpfungskette, an deren Ende die Umsatzsteuer für den privaten Endkunden zur Mehrwertsteuer wird, ist zu erwähnen, dass es keine doppelte Steuerzahlung durch den Vorsteuerabzug gibt. Unternehmen reichen Produkte zum Teil nur durch, sodass die anfallende Umsatzsteuer durch den Vorsteuerabzug wieder zurückgeholt werden kann. Besteuert wird im Grunde nur das fertige Produkt am Ende. Zum Vorsteuerabzug sind nur Firmen, Freiberufler und Selbstständige (Gewerbetreibende) berechtigt, Privatpersonen nicht. Das Prinzip der Vorsteuer deutet an, dass die Umsatzsteuer für Gewerbetreibende einen recht großen buchhalterischen Aufwand bedeutet, sofern zu Beginn der Existenzgründung nicht die Kleinunternehmerregelung genutzt werden kann oder soll.
 

Mehrwertsteuer und Verkaufspreise schnell berechnen: So einfach funktioniert es

Besonders vorteilhaft am kostenlosen Mehrwertsteuerrechner ist, dass die aktuellen Steuersätze für Deutschland sowie für Österreich und die Schweiz berücksichtigt werden können. Darüber hinaus ist es möglich, einen individuellen Steuersatz einzugeben, sodass im Grunde für jedes Land die konkrete Mehrwertsteuer berechnet werden kann. Neben dem Steuersatz muss nur noch der Nettopreis für ein Wirtschaftsgut eingegeben werden: Der Rechner zeigt dann, wieviel Mehrwertsteuer anfällt und wie hoch der letztliche Verkaufspreis sein wird (Bruttopreis). Wer Waren verkauft, muss in Deutschland die Mehrwertsteuer ausweisen und entsprechend an das Finanzamt abführen. Mit diesem praktischen Tool können Gewerbetreibende die Verkaufspreise für unterschiedliche Länder leicht berechnen, sofern sie über die Landesgrenzen hinaus tätig sind.
 

Ein kostenloser Mehrwert für Gewerbetreibende: Mehrwertsteuerrechner online nutzen

  • die Mehrwertsteuer wurde am Ende der Wertschöpfungskette eingeführt, um für mehr Wettbewerbsgleichheit zu sorgen
  • Was kostet ein Produkt für den Endkunden? Der Mehrwertsteuerrechner zeigt es in wenigen Sekunden
  • neben der Preiskalkulation zeigt der Mehrwertsteuerrechner auch, welche Steuern an das Finanzamt abzuführen sind
  • berücksichtigt werden können die Steuersätze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • weltweite Flexibilität mit dem Mehrwertsteuerrechner: auch ein beliebiger Steuersatz kann eingegeben werden

Titelbild: © M.Schuppich - fotolia.com

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