
Mit der Gewerbeanmeldung endet Ihre bisherige automatische Absicherung als Arbeitnehmer. Als hauptberuflich Selbstständiger sind Sie nicht mehr automatisch pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung – Sie müssen sich aktiv entscheiden. Gerade in der Gründungsphase wird dieses Thema häufig unterschätzt, mit spürbaren finanziellen Folgen.
Gesetzliche Krankenversicherung: das Nachzahlungs-Risiko
Bleiben Sie freiwillig gesetzlich versichert, werden Ihre Beiträge zunächst auf Basis geschätzter Einkünfte festgesetzt. Später erfolgt eine rückwirkende Anpassung an Ihr tatsächliches Einkommen (§ 240 Abs. 4a SGB V).
Steigt Ihr Gewinn, fordert die Krankenkasse nicht nur höhere laufende Beiträge, sondern zusätzlich eine Beitragsnachzahlung für das vergangene Jahr. Nachforderungen von mehreren tausend Euro sind keine Seltenheit und führen gerade in der Anfangsphase häufig zu Liquiditätsengpässen.
Die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung liegen für freiwillig versicherte Selbstständige 2026 zwischen rund 260 Euro pro Monat (Mindestbeitrag inkl. Pflegeversicherung) und über 1.200 Euro pro Monat (Höchstbeitrag). Das entspricht einer Jahresbelastung von etwa 3.100 Euro bis rund 15.000 Euro – abhängig von Ihrem Gewinn.
Wichtig: Reichen Sie keinen Einkommensnachweis ein, setzt die Kasse automatisch den Höchstbeitrag an.
Private Krankenversicherung als Alternative
Als Selbstständiger sind Sie von der Versicherungspflicht befreit und können sich bewusst für die private Krankenversicherung entscheiden. Die Beiträge richten sich hier nicht nach Ihrem Einkommen, sondern nach Alter, Gesundheitszustand und gewähltem Leistungsumfang. Rückwirkende Beitragsnachforderungen wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nicht.
Viele Selbstständige schätzen an der PKV:
- planbare, einkommensunabhängige Beiträge
- individuell wählbare Leistungen
- mögliche Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit
- kurze Wartezeiten und erweiterten Leistungsumfang
Gerade für Gründer mit schwankendem Einkommen führt das oft zu deutlich besser kalkulierbaren Kosten.
In wenigen Schritten zu Ihrem persönlichen PKV-Angebot.
Ob sich ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung für Sie lohnt, hängt immer von Ihrer persönlichen Situation ab. Beantworten Sie einfach ein paar kurze Fragen – auf dieser Basis erhalten Sie ein individuelles Angebot, das Sie direkt mit Ihrer aktuellen gesetzlichen Krankenversicherung vergleichen können.
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